„Das klingt so herrlich“

Die private Musikschule aus Werste ist ein gern gesehener Gast im Stift Eidingsen

Blockflöte hat Margarethe Escher immer gern gespielt. Umso lieber hört die 83-Jährige heute, wenn jemand anderes das Holzblasinstrument spielt. So wie Gerrit Ulrich, Erik Blazer und Malte Wessel, Nachwuchsmusiker der Privaten Musikschule aus Werste.

b_250_250_16777215_00_images_Aktuell_Stift001_800px.jpgAm Samstag gaben die jungen Musiker ein ganz besonderes Konzert: Im Stift Eidingsen spielten sie für die Bewohner, ihre Freunde und Angehörige.

Und das nicht zum ersten Mal: „Die Werster Musikschule war bereits einige Male bei uns zu Gast“, weiß Silvia Schmittke, die Leiterin des sozialen Dienstes. Längst besteht eine Kooperation mit den jungen Musikern aus dem benachbarten Stadtteil. „Die Musizierstunden der Musikschule sind für uns eine gute Gelegenheit, nicht nur alte und junge Menschen in Kontakt miteinander zu bringen, sondern auch durch solche externen Veranstaltungen die Qualität in unserer Betreuung zu steigern“, sagt die Diplom-Sozialpädagogin.

Nicht nur Gerrit Ulrich, Erik Balzer und Malte Wessel zeigten am Samstag, welche Talente in ihnen stecken, sondern auch 20 weitere junge Musiker. „Heute spielen nicht nur ganz junge, sondern auch fortgeschrittene Musikschüler für sie“, begrüßte Schulleiterin Katharina Ehlenbröker-Tönnies die Gäste der Musizierstunde.

Schon bevor das Konzert beginnt, stimmen sich in allen Gängen und Fluren Musiker auf ihr Spiel ein. Aus Richtung der Verwaltungsräume erklingen Blockflöten, zwei Räume weiter  spielen sich die Saxophonisten ein und aus dem Café klingt das Klavier. Als das Konzert beginnt, sind alle perfekt aufeinander eingespielt. Den Anfang macht Noah Rosenkranz mit dem legendären Hit „My Way“. Nicht nur Bedrich Smetanas „Moldau“ kommt bei den Konzertgästen besonders gut an, sondern auch die beiden Menuette von Johann Sebastian Bach und die Melodie von „Das klingt so herrlich“ aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“.

 Für Margarethe Escher ist das Gastspiel der Werster ein ganz besonderer Nachmittag. „Mir gefällt das sehr gut. Es ist schön zu sehen, dass die jungen Leute lernen und üben, um ein Instrument spielen zu können“, schwärmt die Seniorin, die sich auch als Beiratsvorsitzende engagiert. Nicht nur was die Blockflöte angeht, kennt sich die 83-Jährige aus, sondern auch die meisten Liedtexte sind ihr geläufig. Kein Wunder, dass sie den Shanty „Hamburger Veermaster“ genauso mitsingen kann wie das Volkslied „Winter ade“. 

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