Genau wie früher

Beim Tanz in den Mai im Eduard-Kuhlo-Heim wurden alte Erinnerungen wieder wach

Löhne. Kaum hat Musiker Manfred Hagemeier auf seinem Keyboard im großen Saal des Eduard-Kuhlo-Heimes die ersten Takte eines Rock´n Roll angespielt, da gibt es an den Tischen kein Halten mehr. Da wird geschunkelt, geschnipst und gewippt, was das Zeug hält. Als der Löhner dann noch einen waschechten Walzer anstimmt, hält es kaum noch einen Bewohner des Seniorenheimes auf seinem Stuhl.

Wenn man im Eduard-Kuhlo-Heim zum Tanz in den Mai bittetMit klassischer Maibowle, unterhaltsamen Tanzvorführungen der Power Oldies aus Obernbeck und stimmungsvollen Liedern wurde dort am Wochenende der Mai begrüßt. Und gleichzeitig der Auftakt zu einer ganzen Serie von Tanzveranstaltungen gefeiert.

Denn beim Tanzen ist nicht nur der ganze Körper in Bewegung, sondern auch die grauen Zellen profitieren davon. Deshalb möchte Heike Grabenhorst, die Leiterin im Eduard-Kuhlo-Heim, ab jetzt regelmäßig zum Tanz bitten. Und ganz nebenher damit auch einen Beitrag zur Erinnerungsarbeit der Bewohner leisten, in deren Jugend Tanzveranstaltungen besonders gern besucht wurden. Da ist Hildegard Schwetje kein Einzelfall. Als Manfred Hagemeier zum Rock´n Roll aufspielt, huscht ein Lächeln über das Gesicht der rüstigen Seniorin. „Zu dieser Musik habe ich 1947 mit meinem Mann im zerbombten Hildesheim getanzt", weiß Hildegard Schwetje noch ganz genau.

Power-Oldies aktiv in den Mai im Eduard-Kuhlo-HeimAber nicht nur leidenschaftliche Tänzer kamen am Wochenende im großen Saal des fast vollendeten Neubaus im Eduard-Kuhlo-Heim auf ihre Kosten, sondern auch die Freunde der Grillsaison. „Der Tanz in den Mai ist bei uns von je her mit dem traditionellen Angrillen verbunden", sagt Heike Grabenhorst und serviert zur knusprig gegrillten Bratwurst Nudelsalat und ein zünftiges Bier.

Copyright