Wenn das Zuhause Geburtstag feiert

Zehn Jahre Stift Eidingsen: Bewohner, Angehörige und geladene Gäste erlebten ein gelungenes Fest  

Bad Oeynhausen-Eidinghausen. Für Pfarrer Lars Kunkel ist es die gute Betreuung, die den besonderen Wert im Stift Eidingsen ausmacht. Ann-Christin Bredebusch, die Pflegedienstleitung des Hauses, lobt die gute Infrastruktur und die architektonische Besonderheit.

Für Renate Jung, die Angehörige zweier Bewohnerinnen, ist es die Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiter. Und für Bürgermeister Achim Wilmsmeier eine einzige Bereicherung: Großes Lob gab es am Wochenende von allen Seiten, als im Seniorenheim Stift Eidingsen Geburtstag gefeiert wurde. Denn seit zehn Jahren stehen im Herzen des nördlichen Stadtteils die Bewohner im Vordergrund. Und das war bei der Geburtstagsfeier unter dem Motto „Gemeinsam innehalten und feiern“ nicht anders. 

Gemeinsam innehalten und feiern: Katja Jochum, Kerstin Hensel, Hans-Joerg Deichholz, Achim Wilmsmeier, Birte Steffen, Ann-Christin Bredenbusch, Bettina Gellrich-Niehus, Claudia Stich-Wutzke und Lars Kunkel mit den Geburtstagstorten, auf denen das Stift Eidingsen zu sehen ist.Gerade hat Saxophonist Christian Wolf die Moldau gemächlich dahinfließen lassen, als sich Else Seeger ein Stück von den Geburtstagstorten schmecken lässt, die mit brennenden Kerzen zu einer Traumschiffmelodie hereingetragen werden. Die 96-Jährige lebt seit zehn Jahren im Stift Eidingsen und hat sich dort vom ersten Tag an wohlgefühlt.

„Das ist mein Zuhause“, sagt die Seniorin, die sich ganz besonders auf das von einigen Mitarbeitenden vorgeführte Theaterstück zur Entstehung des Hauses und den „10er“ Tanz freut, den je fünf Bewohner und fünf Mitarbeitende des Hauses extra für die Geburtstagsfeier einstudiert haben. Aber auch Vertreter der Kirchengemeinde, des Seniorenbeirats, des Kirchenkreises und der Stadt waren der Einladung gefolgt und erlebten eine große Fülle von Programmpunkten, die mit einem Sektempfang begann.

Denn zu entdecken gab es dort am Wochenende jede Menge. Und das auch für die Bewohner, die nicht mobil genug waren, um persönlich bei der Geburtstagsfeier zu erscheinen. Die bekamen Besuch von Karlheinz Felgenhauer und Sabine Krenz, die als Pfütze und Biene gleich mit einem ganzen Koffer voller Überraschungen in die Bewohnerzimmer gingen. Wer gut zu Fuß war, der konnte einen Rollstuhl-Rollator-Führerschein machen, den Raum der Sinne erleben oder sich die Foto- und Diashow über das Stift Eidingsen ansehen.

Längst ist das Seniorenheim, das einst mit Blick auf den demografischen Wandel und das Altenpflegegesetz vorausschauend gebaut wurde, fester Bestandteil der Kirchengemeinde Eidinghausen-Dehme, wie Vorstand Kerstin Hensel erklärt. Und mehr noch: „Inzwischen haben sich hier viele Partnerschaften und Kooperation mit Vereinen und Einrichtungen entwickelt“. 

Pastor Teofil Nemetschek setzte mit einer Andacht den Schlussakkord unter einen erlebnisreichen Nachmittag. der dann mit dem Aufsteigen zahlreicher bunter Luftballons, die je einen guten Wunsch für die Zukunft des Stift Eidingsen gen Himmel trugen, endete.

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