Tierische Unterstützung für die Bahnhofsmission

Der Hovawart Raysar kümmert sich als Seelentröster und Gepäckträger um die Reisenden

Raysar hat eine feine Antenne. Besonders für Menschen, denen es nicht gut geht. Schließlich hat der kuschelige Vierbeiner mit dem weichen Fell von der Pike auf gelernt, sich um Menschen zu kümmern, die Unterstützung brauchen.

Ein eingespieltes Team: Volker Eierdanz und sein Vierbeiner Raysar kümmern sich bei der Bahnhofsmission um Reisende, die Unterstützung brauchen. Nicht nur als Gepäckträger, sondern auch als Seelentröster. Hauptberuflich ist der zweieinhalbjährige Hovawart – Bernersennen - Hund im Wittekindshof beschäftigt. Nebenberuflich arbeitet er jetzt auch in der Bahnhofsmission. Und das genauso wie sein Herrchen Volker Eierdanz ehrenamtlich. Bis auf das Leckerchen, dass Raysar dabei hin und wieder als Belohnung abstaubt.

Wie im Taubenschlag geht es an diesem Nachmittag in der Bahnhofsmission zu. Ein Durchreisender fragt nach einem Anschlusszug. Ein anderer entspannt bei einer Tasse Kaffee. Eine ältere Frau braucht Hilfe beim Transport ihres Gepäcks. Und eine Mutter mit zwei Kindern weiß nicht, wie sie am besten vom Bahnhof aus zum Herzzentrum kommt. Mittendrin liegt Raysar. Unbeeindruckt von dem ganzen Trubel rund um ihn herum hat er seinen kraftvoll gestreckten Körper eingerollt und die braunen Augen für ein Nickerchen geschlossen. Als die beiden Kinder ihm durch das kuschelige Fell streichen, blickt er kurz auf und genießt die Zuwendung.

„Ein Hund ist für viele Menschen ein wichtiger sozialer Kontakt“, weiß Volker Eierdanz aus Erfahrung. Das erleben Hund und Herrchen immer wieder, wenn sie sich im Wittekindshof um behinderte oder verhaltensauffällige Bewohner kümmern. Energie, Intelligenz, eine große Lernbereitschaft, die hohe Reizschwelle und die ausgeprägte Sensibilität für Stimmungen machen den Hovawart zu einem idealen Therapiehund. Eierdanz, von Haus aus Hundetrainer;  hat Raysar selbst ausgebildet. Und ist stolz auf die feine Antenne seines Vierbeiners. „Raysar ist hochsensibel. Er merkt sofort, wenn es einem Reisenden nicht gut geht, setzt sich neben ihn, fordert seine Aufmerksamkeit ein und lässt sich gerne streicheln“, hat Volker Eierdanz schon oft beobachtet.

Bei den Reisenden kommt das hervorragend an. Denn nicht nur als einfühlsamer Seelentröster macht sich Raysar in der Bahnhofsmission beliebt, sondern auch als charmanter Gepäckträger. Jetzt bekommt der fleißige Vierbeiner genauso wie sein Herrchen und die anderen ehrenamtlichen Mitarbeiter  der Bahnhofsmission eine passende Dienstuniform. In blau und mit dem Logo der Bahnhofsmission, versteht sich. 

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