Wenn im Eduard-Kuhlo-Heim gefeiert wird

Löhne. Nicht dabei sein, wenn im Eduard-Kuhlo-Heim gefeiert wird? Das kommt für Helga Heine nicht in Frage. Seitdem ihre ehemalige Nachbarin Ursula Fürste vor ein paar Jahren in das Seniorenheim umgezogen ist, lässt die Gohfelderin dort keine Feier aus. Das war beim Jahresfest mit Jahrmarktflair am Samstag nicht anders. So wie Helga Heine ging es an diesem Tag rund 200 weiteren Gästen, die zwischen Tortenbuffet und schwungvoller Musik Einiges zu erleben hatten. Denn es hat sich längst herumgesprochen, dass die Stimmung bei dem Fest mit jahrelanger Tradition besonders gut ist.

EKH JahresfestBevor der Herforder Musikbaron Wilhelm Meier mit seinem Leierkasten vertraute Klänge durch und um das ganze Haus verströmt, schwingt der Tanzkreis des Eduard-Kuhlo-Heims erst einmal synchron die Bewegungen eines Kastanienbaums. Unbeeindruckt davon grasen die beiden Alpakas auf der Wiese vor der Kirche und lassen sich bereitwillig ihr flauschiges Fell kraulen. Wer an diesem Samstag alle Angebote erleben wollte, musste ganz schön auf Zack sein. Und wurde dafür dann auch belohnt. 

Denn die Gewinnchancen bei der Tombola stiegen mit jedem Programmpunkt, für dessen Absolvierung es auf einer Spielkarte einen Stempel gab. Da konnten Luftballons und Dosen geworfen, am Glücksrad gedreht und Enten geangelt werden. Eine Etage höher wurden die Gäste wahlweise mit schräger Sonnenbrille, schriller Gitarre, mit Orden dekoriert oder als Cowboy verkleidet von einer Sofortbildkamera fotografiert. Und für die Naschkatzen unter den Besuchern gab es an klassischen Jahrmarktständen hausgemachte gebrannte Mandeln und Paradiesäpfel, die Bewohner und Mitarbeiter des begleitenden Dienstes zubereitet und stilecht verpackt hatten. 

Ein anderer Höhepunkt im Programm waren die vielen bunten Luftballons, die als Luftballonwettbewerb auf die Reise geschickt wurden. Für echte Volksfeststimmung sorgten nicht nur die Salzufler Musikanten, sondern auch der Männergesangverein von der Lohe – ein üppiges Programm, das nicht nur bei Helga Heine und Ursula Fürste bestens ankam. 

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